Email-Automatisierung im Vertrieb: Do’s und Don’ts
E-Mail ist nach wie vor der wichtigste Kommunikationskanal im B2B-Vertrieb. Gleichzeitig ist E-Mail auch der größte Zeitfresser. Die Lösung klingt einfach: Automatisierung. Aber schlecht gemachte E-Mail-Automatisierung ist schlimmer als gar keine. Hier sind die Do’s und Don’ts — aus der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch.
Die Don’ts: Was du unbedingt vermeiden musst
Don’t 1: Massenversand ohne Personalisierung
„Sehr geehrte Damen und Herren“ — wer so eine E-Mail bekommt, löscht sie sofort. Und zu Recht. Wenn du 500 identische E-Mails verschickst und nur den Namen austauschst, merkt das jeder. Die Konsequenz: Deine Domain landet auf Spam-Listen, deine Öffnungsraten sinken ins Bodenlose, und dein Ruf leidet nachhaltig.
Don’t 2: Zu hohe Frequenz
Drei Follow-ups in einer Woche? Das ist kein Vertrieb, das ist Belästigung. Besonders im DACH-Raum, wo Geschäftsbeziehungen auf Vertrauen basieren, ist aggressives E-Mail-Marketing ein Dealbreaker. Die Faustregel: Zwischen zwei E-Mails an denselben Kontakt sollten mindestens 5-7 Werktage liegen.
Don’t 3: Generische Templates für alle Branchen
Ein Produktionsunternehmen hat andere Pain Points als eine Marketingagentur. Wer dasselbe Template an alle schickt, wirkt bestenfalls uninformiert, schlimmstenfalls unseriös. Jede Branche verdient eigene Messaging-Ansätze.
Don’t 4: Fehlende Opt-out-Möglichkeit
In der EU ist das nicht nur unhöflich — es ist illegal. Jede automatisierte E-Mail braucht eine einfache Möglichkeit, sich abzumelden. Ohne Ausnahme. Wer das ignoriert, riskiert DSGVO-Strafen.
Die Do’s: Was wirklich funktioniert
Do 1: KI-gestützte Personalisierung
Moderne KI geht weit über „Hallo [Vorname]“ hinaus. Sie analysiert den Kontext: Was macht das Unternehmen? Welche Herausforderungen hat die Branche? Gab es kürzlich relevante Nachrichten (Funding-Runde, neue Geschäftsführung, Expansion)? Daraus entsteht eine E-Mail, die sich anfühlt, als hätte ein Mensch sie geschrieben — weil die KI echten Kontext versteht.
Do 2: Trigger-basierte Sequences
Die beste E-Mail ist die, die zum richtigen Zeitpunkt kommt. Trigger-basierte Automatisierung reagiert auf echte Ereignisse:
- Website-Besuch einer bestimmten Seite? Follow-up mit relevantem Content.
- Keine Antwort nach 7 Tagen? Sanfter Reminder mit neuem Blickwinkel.
- Positives Signal (Link geklickt, PDF heruntergeladen)? Sofort nachfassen.
- Deal stagniert? Automatischer Check-in mit Mehrwert-Content.
Do 3: A/B-Testing konsequent nutzen
Welche Betreffzeile funktioniert besser? Kurze oder lange E-Mails? Du oder Sie? Die einzige ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Und genau deshalb musst du testen. Jede Sequence sollte mindestens zwei Varianten haben. KI kann hier helfen, indem sie Muster erkennt und automatisch die bessere Variante häufiger ausspielt.
Do 4: Mehrwert vor Pitch
Die goldene Regel: Bevor du etwas verlangst (einen Termin, eine Demo, einen Kauf), musst du etwas geben. Ein relevanter Insight, ein hilfreicher Tipp, ein interessanter Benchmark. Die besten Sales-E-Mails verkaufen nicht — sie helfen. Der Verkauf kommt dann von allein.
Do 5: Follow-up-Kette mit Story-Arc
Jede E-Mail in einer Sequence sollte eine eigene Perspektive bieten — nicht einfach „Haben Sie meine letzte E-Mail gesehen?“ wiederholen. Bau eine Story auf: Erste E-Mail = Problem benennen. Zweite = Lösungsansatz teilen. Dritte = Social Proof (Kunde XY hat damit Z erreicht). Vierte = konkretes Angebot.
KI als Game-Changer
Der größte Vorteil von KI in der E-Mail-Automatisierung: Sie lernt. Jede gesendete E-Mail, jede Öffnung, jeder Klick, jede Antwort fließt zurück ins System. Nach einigen Wochen weiß die KI, welche Formulierungen bei welcher Zielgruppe funktionieren, welche Sendezeiten optimal sind und welche Betreffzeilen die höchsten Öffnungsraten erzielen.
Das Ergebnis: E-Mails, die sich persönlich anfühlen, zum richtigen Zeitpunkt ankommen und echten Mehrwert bieten — bei einem Bruchteil des manuellen Aufwands.
Fazit
E-Mail-Automatisierung im Vertrieb ist ein zweischneidiges Schwert. Schlecht gemacht, vernichtet sie deinen Ruf. Gut gemacht, ist sie der effizienteste Vertriebskanal überhaupt. Der Schlüssel liegt in der Balance: Automatisierung für Effizienz, KI für Personalisierung, Menschlichkeit für Vertrauen.
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