Cold Outreach ist tot. Oder doch nicht?
„Cold Outreach ist tot.“ Diesen Satz hörst du auf jeder Sales-Konferenz, in jedem LinkedIn-Post, in jedem Newsletter. Und gleichzeitig gibt es Unternehmen, die mit Cold E-Mails und Cold Calls Millionenumsätze generieren. Was stimmt also?
Warum alle sagen, Cold Outreach sei tot
Die Zahlen scheinen eindeutig:
- Durchschnittliche Öffnungsrate von Cold E-Mails: 23% (fallend)
- Durchschnittliche Antwortrate: 1–3% (bei generischem Outreach)
- Durchschnittliche Erreichbarkeit bei Cold Calls: unter 5%
- 97% aller Cold Calls führen zu keinem Meeting
Dazu kommen verschärfte Spam-Filter (Google und Microsoft blocken seit 2024 aggressiver), die DSGVO, die Kaltakquise-Regeln im B2B strenger macht, und eine Generation von Entscheidern, die allergisch auf unpersonalisierte Massen-E-Mails reagiert.
Also ja — Cold Outreach im alten Stil ist tot. Die Zeiten, in denen du 10.000 E-Mails schicken konntest und damit 50 Meetings generiert hast, sind vorbei.
Warum Cold Outreach trotzdem funktioniert
Aber hier ist die Nuance, die in der „Cold Outreach ist tot“-Debatte untergeht: Nicht der Kanal ist das Problem — die Qualität ist es.
Unternehmen, die mit Cold Outreach erfolgreich sind, machen drei Dinge fundamental anders:
1. Hyper-Personalisierung statt Massen-E-Mails
Die erfolgreichsten Outreach-Teams schicken nicht 500 E-Mails am Tag, sondern 30–50 hochpersonalisierte Nachrichten. Jede Nachricht referenziert etwas Spezifisches über den Empfänger — ein kürzlich veröffentlichter LinkedIn-Post, eine Pressemitteilung, eine Branchenentwicklung, die sein Unternehmen betrifft.
Hier kommt KI ins Spiel: Was früher 15 Minuten Recherche pro Lead erforderte, erledigt eine KI in Sekunden. Sie scannt öffentliche Quellen, identifiziert relevante Anknüpfungspunkte und formuliert einen Entwurf, den der Vertriebler in 2 Minuten finalisiert. 5 Minuten pro personalisierte E-Mail statt 20.
2. Multi-Channel statt Single-Channel
E-Mail alleine reicht nicht mehr. Die erfolgreichen Teams nutzen eine Kombination aus E-Mail, LinkedIn, Telefon und manchmal sogar Video. Ein typischer Ablauf:
- Tag 1: Personalisierte E-Mail
- Tag 3: LinkedIn-Verbindungsanfrage mit kurzer Nachricht
- Tag 5: Follow-up-E-Mail mit zusätzlichem Mehrwert (Artikel, Case Study)
- Tag 8: Anruf (idealerweise mit Bezug auf die E-Mails)
- Tag 12: Finales Follow-up mit klarem CTA
Die Antwortrate bei Multi-Channel-Sequenzen liegt bei 14–23% — ein Vielfaches von reinem E-Mail-Outreach.
3. Relevanz statt Volumen
Die beste Cold E-Mail fühlt sich nicht „cold“ an. Sie fühlt sich an, als hätte jemand dein Problem verstanden und eine Lösung dafür. Das erreicht man durch:
- Trigger-basiertes Outreach: Nicht wahllos kontaktieren, sondern dann, wenn ein relevantes Event stattfindet — neue Finanzierung, Stellenausschreibung für Sales-Rollen, Expansion in neue Märkte, Technologiewechsel.
- Account-basiertes Targeting: Nicht 5.000 zufällige Leads, sondern 50 strategisch ausgewählte Accounts, die perfekt zum Ideal Customer Profile passen.
- Wert-zuerst-Ansatz: Die erste Nachricht bietet Mehrwert — einen relevanten Insight, eine Benchmark, eine Einladung zu einem Event. Nicht sofort pitchen.
Die neue Gleichung
Altes Modell: Volumen x niedrige Konversion = mäßiger Output
Neues Modell: Präzision x hohe Relevanz x KI-Effizienz = besserer Output mit weniger Aufwand
Cold Outreach ist nicht tot. Schlechter Cold Outreach ist tot. Und das ist eine gute Nachricht — für alle, die bereit sind, es richtig zu machen.
Was das für dein Team bedeutet
Die praktische Konsequenz: Hör auf, in Massen-E-Mail-Tools zu investieren. Investiere stattdessen in Intelligenz — Tools, die dir helfen, die richtigen Accounts zu identifizieren, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und die richtige Nachricht zu formulieren. Die KI macht die Recherche und das Drafting. Du bringst die menschliche Note und das Urteilsvermögen.
Intelligenter Outreach statt Massen-Spam
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